Warum ihr über Startergeld reden solltet
43,8 Prozent. So viel hat die AfD am Sonntag in Sachsen-Anhalt bekommen, bei einer Wahlbeteiligung von 77,8 Prozent. Das ist der höchste Wert, den das Land seit der Wende gesehen hat. Der Landesverband, der da gewonnen hat, wird vom Verfassungsschutz des Landes seit 2023 als gesichert rechtsextremistisch geführt. Aber das wisst ihr alle. Was sind also die News?
Seit Sonntagabend höre ich wieder diesen Satz. Mal als Schulterzucken, mal als Ratschlag, mal als scheinbar staatstragende Gelassenheit: Lass sie doch erst mal machen. Dann sehen die Leute ja, was sie davon haben. Oder es wird hilfslos darauf hingewiesen, dass ja schon wieder so gedacht wird, dass “man” aber nichts dagegen tun könne.
Bei einer Idee gilt Empirie sofort
Was mich daran fertigmacht, ist nicht der Satz selbst. Es ist, dass dieselben Leute ihn bei anderen Ideen nie sagen würden.
Sag in einer beliebigen Runde das Wort Kommunismus. Du brauchst keine zwei Sekunden auf die Antwort zu warten: In der Realität gescheitert. Überall, wo es versucht wurde. Das ist sogar ein gutes Argument. Es beruft sich nicht auf Moral, nicht auf Gefühl, sondern auf Ergebnisse. Genau so soll man über politische Ordnungsentwürfe reden.
Nur wird dieser Maßstab exakt einmal angelegt und dann weggelegt. Nie wieder davon gehört, in irgend einem anderen Kontext.
Der Versuch ist bereits gelaufen
Man muss über die extreme Rechte nicht spekulieren. Es gibt dutzende Fälle, aber einen Fall, der so sauber dokumentiert ist, wie es in der Politik überhaupt geht: Ungarn.
Sechzehn Jahre Orbán. Verfassungsändernde Mehrheit, keine störende Opposition, keine Ausrede, man habe nicht durchregieren können. Wer je gefragt hat, was passiert, wenn man sie einfach machen lässt. DA HABT IHR DIE ANTWORT VERDAMMT!!! Und sie ist inzwischen vollständig, von Anfang bis Ende, weil er dieses Jahr abgewählt wurde.
Das Ergebnis nach sechzehn Jahren freier Hand: rund 500 Medienorganisationen unter dem Dach einer einzigen regierungsnahen Stiftung gebündelt. Milliarden an EU-Mitteln eingefroren, nicht aus politischer Schikane, sondern weil die Kommission zu dem Schluss kam, dass systemische Korruption und fehlende Kontrolle eine ordnungsgemäße Verwendung nicht sicherstellen. Ein Gesundheitswesen in einem Zustand, der den Wahlkampf der Opposition mitentschieden hat. Freigegeben wurden die Gelder erst NACH dem Regierungswechsel. Ein Schelm wer jetzt an die Strafzahlungen für Deutschland denkt, die wegen der Klimaverfehlungen auf uns zukommen. Auch wir haben hier bereits unser rechtes Experiment zu laufen (und es sieht wahrlich beschissen aus).
Ich könnte hier eine längere Liste anfügen, Großbritannien, Israel, Russland, alle islamischen rechtsextremistisch organisierten Staaten, Trumpistan, Kasachstan. Aber Ungarn reicht. Ungarn ist genau das Experiment, zu dem uns gerade geraten wird, und es ist durchgelaufen.
Warum mich das bei diesem Thema besonders ärgert
Ich schreibe hier mit dem Startergeld über einen Vorschlag, der Geld verteilt. Also werde ich gefragt: Wie ist das finanziert? Was macht das mit der Arbeitsmotivation? Was passiert mit den Preisen? Zeig die Rechnung. Und das ist völlig richtig so, ich mache das gern, dafür gibt es diese Seite.
Aber mir fällt auf, wie die Beweislast verteilt ist. Meine Idee muss sich beweisen, bevor sie stattfinden darf. Ihre soll stattfinden dürfen, damit sie sich beweisen kann. Das ist kein Detail. Das ist der ganze Unterschied zwischen einer Formel, die man vorher nachrechnen kann, und einem Versprechen, dessen Preis man erst hinterher erfährt. Und so geht es allen linken Ideen.
Und noch etwas: Die 43,8 Prozent sind nicht vom Himmel gefallen. Regionen mit hoher wirtschaftlicher Unsicherheit sind messbar anfälliger für Angebote, die das ganze System für gescheitert erklären. Wer die Erfahrung gemacht hat, dass Zusagen nicht halten, glaubt der nächsten Zusage weniger — egal, von wem sie kommt.
Startergeld beseitigt keinen Rassismus. Es macht niemanden zum Demokraten. Es entzieht nur dem wirksamsten Verstärker der letzten Jahre die Grundlage: der Erfahrung, dass dieses System für einen selbst nicht liefert. Das ist weniger, als ich gern behaupten würde. Aber es ist überprüfbar, und zwar vorher.
Abwarten ist keine Haltung. Es ist eine Wette, die andere Leute bezahlen. Und es ist UNSERE verdammte Pflicht, endlich den Mund aufzukriegen und mit einer Idee zu werben, die das ganze Spielbrett der afder-Partei beiseite fegt. Und dieses neue gigantische Geschwür in der Geschichte Deutschlands rausschneidet. Denn wir heißt es so schön: “Mancher, der einen Degen (Baseballschläger") trägt, hat Angst vor einer Gänsefeder.” (William Shakespeare)
Der Domplatz war voll.
Vor der Wahl am Samstag standen auf dem Magdeburger Domplatz zwischen 8.000 und 15.000 Menschen. Die Polizei zählte die kleinere Zahl, das Bündnis „Sachsen-Anhalt Weltoffen" die größere. Getragen wurde das Demokratiefestival von 264 Organisationen und 168 Einzelpersonen: Vereine, Verbände, Initiativen, Kirchengemeinden, Feuerwehren, Nachbarschaftsprojekte. Ein Markt der Möglichkeiten, Infostände, lokale Bands.
Einen Tag später freuen sich all jene, die von Armut und Verzweiflung und falschen Versprechen leben.
Man kann daraus zwei Schlüsse ziehen. Der erste ist der bequeme: Es waren zu wenige, wir müssen mehr werden. Der zweite ist der unbequeme, und um den geht es hier: Zivilgesellschaft ist in Deutschland ein Luxusgut. Und dieses Luxusgut skaliert nicht gut gegen die neuen Mechanismen der Meinungsbildung. Elon Musk und Donald Trump und ein gewisser Diktatur in Russland stimmen direkt über das Ende der Demokratie in Deutschland ab. Was also tun?
Wer kann sich Engagement leisten?
Stellen Sie sich die 264 Organisationen konkret vor. Dahinter stehen Menschen, die einen Samstag freinehmen konnten. Die Anfahrt bezahlt haben. Die einen Infostand aufgebaut haben, für den jemand vorher Material besorgt, Flyer gedruckt und Vorstandssitzungen abgehalten hat.
Meine Nachbarin ist Kassenwartin eines kleinen Vereins und arbeitet im Schnitt mehrere Stunden pro Monat unbezahlt. Die freiwillige Feuerwehr auf dem Dorf braucht Leute, die nachts rausfahren und am nächsten Morgen trotzdem funktionieren.
All das hat eine materielle Voraussetzung. Sie heißt: Ich weiß, dass nächsten Monat Geld da ist.
Wer im Schichtdienst arbeitet und die Zusatzschicht braucht, geht nicht zum Demokratiefest. Wer aufstockt und dem Jobcenter jeden Nebenverdienst melden muss, übernimmt kein Ehrenamt, das Fahrtkosten verursacht. Wer mit 800 Euro Rente rechnet, überlegt sich die Vereinsbeiträge. Wer zwei Jobs hat, hat keinen dritten für die Demokratie.
Das erklärt erstmal, warum die Zivilgesellschaft dort am dünnsten ist, wo sie am dringendsten gebraucht würde: in den strukturschwachen Regionen, in denen die Rattenfänger ihre besten Ergebnisse holen.
Das Startergeld ist Ehrenamts-Infrastruktur
Die Idee ist mathematisch simpel und bedeutet nichts weiter als die direkte Abschaffung jedweder Armut in Deutschland, zu den ohnehin bereits jährlich aufgewendeten Kosten. Das bestehende Sozialbudget (je nach Zählweise 650 bis 850 Milliarden Euro) wird aktuell in hunderten Einzelmaßnahmen und nach massivem Prüfungsaufwand verteilt. Startergeld würde es nach einer Formel verteilen und damit direkt 60 Milliarden Verwaltungsaufwand einsparen:
Z = S · (1 − (G/M)^α)
Z ist das Startergeld, S die regionale Armutsrisikoschwelle, G das eigene Einkommen, M das regionale Durchschnittseinkommen, α die Abschmelzgeschwindigkeit.
Im Klartext: Jede und jeder bekommt ungeprüft einen Betrag knapp über der Armutsgrenze. Wer dazuverdient, verliert nicht sofort alles, sondern das Startergeld schmilzt langsam ab. Anfangs kaum, später stärker, bis es beim Durchschnittseinkommen bei null ist. Kein Antrag. Kein Nachweis. Kein Termin. Keine Sachbearbeiterin, die entscheidet, ob jemand krank genug ist.
Ein Bündnis wie „Sachsen-Anhalt Weltoffen" wäre dann nicht mehr auf Menschen angewiesen, die ohnehin abgesichert sind (Beamtinnen, Angestellte im öffentlichen Dienst, Rentner mit auskömmlicher Rente, Studierende mit Elternhaus). Es könnte die Leute erreichen, die es dringend bräuchte.
Und es nimmt den Wahlkampf aus dem Verkehr
Der zweite Effekt ist der eigentliche Punkt. Eine Formel ist kein Wahlversprechen. Sie kann nicht gekürzt, nicht großzügig gewährt, nicht als Verdienst reklamiert werden. Es gibt niemanden mehr, der sie verteilt und damit auch niemanden, dem man vorwerfen kann, er verteile sie an die Falschen.
Der halbe Wahlkampf, den wir gerade hinter uns haben, lebt von diesem Vorwurf. „Die kriegen unser Geld." „Die arbeiten nicht." „Für die ist immer Geld da, für euch nicht." Nehmen wir die Verteilungsentscheidung aus der Politik heraus, und das Thema ist weg. Nicht widerlegt, sondern einfach überflüssig.
Dasselbe gilt für die Aufmerksamkeitsökonomie. Dass 15.000 Menschen friedlich auf einem Platz stehen, ist medial schwächer repräsentiert, als ein einzelnes empörendes (Fake-)Video. Das ist die ganze Logik der heutigen Formate des Elon Musk, Trump und wie sie alle heißen: Konflikt schlägt Konsens. Wie hart dieser Konflikt inzwischen ist, zeigt eine andere Zahl aus diesem Wahlkampf: 47 Medienschaffende wurden seit Mai behindert, bedrängt oder diffamiert, das Innenministerium zählte seit April 120 wahlkampfbezogene Straftaten.
Was bleibt
Der Domplatz hat am Samstag bewiesen, dass es die Menschen gibt. Die Frage war nie, ob sie wollen. Die Frage ist, wer es sich leisten kann — und ob wir bereit sind, ein System zu bauen, in dem demokratisches Engagement nicht davon abhängt, wie das Konto am 20. aussieht.
Wir geben schon jetzt Hunderte Milliarden aus. Wir geben sie nur so aus, dass daraus Anträge werden statt Vereinsabende.
Quellen: Teilnehmerzahlen Demokratiefestival Magdeburg 5.9.2026 (Polizei / Bündnis „Sachsen-Anhalt Weltoffen", dpa); Trägerkreis des Bündnisses (Stadtmagazin DATEs); Zahlen zu angegriffenen Medienschaffenden (Deutsche Journalisten Union) und wahlkampfbezogenen Straftaten (Innenministerium Sachsen-Anhalt), zitiert nach ZDF, 5.9.2026.
Der erste Eintrag
Alles beginnt hier
Warum ich das hier für zwölf Leute schreibe
Ich fange mit der unangenehmsten Zahl an: Diese Seite hat kaum Besucher. Auf Bluesky reagieren auf meine Posts an guten Tagen eine Handvoll Leute. Wer einen Blog startet, um Reichweite aufzubauen, würde jetzt aufhören. Ein Blick auf die Dimension der Parteispenden zeigt auch, dass das nicht mal ein Tropfen auf einem heißen Stein ist.
Ich lege trotzdem mal los, und der Grund ist nicht Hoffnung auf Wachstum. Der Grund ist, dass sich etwas an mir verändert hat, seit ich eine konkrete Forderung habe.
Ständig genervt
Nachrichten lesen, sich ärgern, weiterscrollen (oder gar einfach ausschalten). Über Bürgergeld-Debatten, über Rentnerinnen mit 900 Euro, über Menschen, die drei Anträge stellen müssen, um an das zu kommen, was ihnen zusteht. Und am Ende dieses Gefühls steht immer derselbe Satz: Die Politik müsste halt mal was Vernünftiges machen.
Das ist so ein Nerv-Satz. Er kostet nichts, verpflichtet zu nichts und lässt sich von niemandem beantworten. Wir sagen den nun schon jahrzehntelang, ohne dass sich irgendetwas bewegt. Bei mir selbst am wenigsten. (Und eine Entschuldigung an der Stelle vorweg - was zur Hölle ist mit der Grundeinkommens-Bewegung passiert. Gegen welche Wände rennen die seit Jahrzehnten?)
Das mit der Formel ist nun etwas anderes. Über eine Formel kann ich streiten. Man kann sie durchrechnen, man kann Zahlen einsetzen, man kann sie widerlegen. Genau das ist der Unterschied, um den es mir geht: Seit ich statt „bessere Politik" sagen kann „ein Einkommen in Höhe der Armutsrisikoschwelle, das nach Z = S · (1 − (G/M)²) abschmilzt, statt an willkürlichen Verdienstgrenzen abzureißen" (mache ich nie, aber der Gedanke zählt), bin ich in Diskussionen nicht mehr der Genervte. Ich bin der mit dem Vorschlag. Das fühlt sich, ganz nüchtern gesagt, deutlich besser an. Und für den Unterricht wollte ich auch nicht der verbitterte Politikdozent sein, der Trump und Merz nicht erklären kann. Außerdem…
Der Moment, in dem es Klick gemacht hat
Ich hatte keine Lust mehr, im Unterricht „Grundeinkommen" zu sagen und entweder gar keine Reaktion zu bekommen oder einfach die typischen Mythen über das RIFF (Reiche. Inflation. Finanzierung. Faule.) diskutieren zu müssen. Ich habe Unterricht für Bundesfreiwillige angeboten. Politische Bildung. Quasi eine Woche Internat und die volle Dröhnung. Das waren also alles Erwachsene da vor mir (selten waren die unter 18). Alle im Freiwilligendienst, den sich heutzutage fast nur noch junge Menschen aus besser gestellten Familien leisten können, weil 400 Euro „Aufwandsentschädigung" nun mal nicht für den START ins eigene Leben reichen. Und da war es. Warum eigentlich mit „Grundeinkommen" einen Begriff verwenden, der belastet ist und eine Debatte nicht mehr voran bringt?
Das war der Punkt, an dem mir klar wurde: Das Thema ist nicht zu kompliziert für normale Leute. Es ist nur schlecht erzählt worden.
Warum nicht einfach „Grundeinkommen"?
Weil der Begriff verbrannt ist. Genau wie ich kein Hoffnungskonzept mit “negative Einkommenssteuer” durchbringe, wenn es BAMS und WAMS und Spiegel nicht wollen. Da steckt der Fehler schon im Namen. Außerdem steht “Grundeinkommen” seit Jahren in den Medien (immer latent negativ, mit der immerselben Frage). Bei den Grünen zum Beispiel ist es das sorgsam gepflegte Prüfauftrags-Feigenblatt, das nie durchgerechnet und nie ernsthaft verteidigt werden muss. Genau deshalb löst das Wort bei den meisten Menschen sofort dieselben zwei Reflexe aus: „Wer arbeitet dann noch?" und „Wer soll das bezahlen?"
Startergeld ist mein Versuch, diese Einwände schon im Konzept zu beantworten statt hinterher wegzudiskutieren. Zwei Bausteine machen dabei die eigentliche Arbeit.
Der erste ist die Armutsrisikogrenze. Sie ist keine politische Größe, sondern eine statistische: 60 Prozent des mittleren Einkommens, EU-weit einheitlich definiert, jedes Jahr neu erhoben. Kein Minister kann sie kleinrechnen, kein Koalitionsausschuss sie um zwölf Euro schieben, keine Verordnung sie „an die Erwerbsobliegenheit anpassen". Genau das passiert heute mit den Regelsätzen und genau deshalb wird über Armut in Deutschland seit Jahrzehnten verhandelt, statt sie zu beenden. Wenn diese Zahl der garantierte Startwert ist, fällt niemand mehr darunter. Nicht, weil jemand großzügig war, sondern weil die Rechenregel es nicht mehr zulässt.
Der zweite ist die Abschmelzkurve und das ist der Teil, über den ich eigentlich reden will. Heute verliert man an bestimmten Punkten für jeden verdienten Euro einen ganzen Euro Unterstützung, manchmal mehr. Wer aufstockt, wer nebenbei gründet, wer den ersten Auftrag annimmt, rechnet das aus und lässt es bleiben. Beim Startergeld gibt es diese Kanten nicht: Von jedem zusätzlich verdienten Euro bleibt immer etwas übrig, über die gesamte Kurve hinweg. Mehr Leistung heißt ausnahmslos mehr Geld. Das ist kein Netz für Leute, die nichts tun. Es ist Startkapital für die, die anfangen wollen. Für die Gründerin ohne Rücklagen, für den Freiberufler im dritten mageren Monat, für die Bundesfreiwillige, deren Eltern nicht zuzahlen können.
Was hier passieren wird
Zwei- bis dreimal pro Woche nehme ich mir eine Diskussion vor, die mir auf Bluesky begegnet ist. Ärger über Mietpreise, über Minijob-Grenzen, über Rentenpunkte, über Jobcenter-Termine und rechne durch, was das Startergeld daran ändern würde. Und was nicht. Der zweite Teil ist mir dabei genauso wichtig wie der erste; ein Vorschlag, der angeblich alles löst, löst erfahrungsgemäß nichts.
Ob das jemand liest, weiß ich nicht. Es zwingt mich, meine eigene Idee jede Woche zweimal gegen die Wirklichkeit zu halten. Und es hat den Nebeneffekt, dass ich Nachrichten wieder lesen kann, ohne mich anschließend schlecht zu fühlen.
Das reicht mir erst mal.